Berlin – Topographie des Terrors – Internationales Dokumentations- und Begegnungszentrum in Berlin


Im südlichen Teil der Wilhelmstraße,am Rande des politischen Zentrums von Berlin, wurden nach 1933 die zentralen Instanzen etabliert, die für die Überwachung und Verfolgung politischer Gegner und für die Verfolgung und Ermordung von Juden sowie Sinti und Roma zuständig waren – erst in Deutschland, nach Kriegsbeginn in allen besetzten Gebieten Europas. Sowohl die Leitung der SS als auch ihres Sicherheitsdienstes (SD) und die Gestapo waren hier untergebracht. Als Gestapo und SD sowie die Kriminalpolizei 1939 unter dem Dach des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) zusammengefasst wurden, hatte auch diese Zentrale hier ihren Hauptsitz. Von hier aus wurden die Verfolgung und Ermordung gesteuert, und in den Kellern der Gestapo wurden Menschen gefoltert.

Christoph Kreutzmüller

Die Gedenkstätte wurde 1987 eröffnet. 1995 kam es zu dem Entschluss, dafür ein Gebäude zu errichten, das der besonderen Bedeutung des Ortes angemessen ist. Zunächst wurde die Ausstellung aus einem provisorischen Pavillon in die freigelegten Keller entlang der noch erhaltenen Berliner Mauer verlegt. Die Dauerausstellung im neu errichten Gebäude wurde im Mai 2010 eröffnet. Beide Ausstellungen präsentieren die Geschichte des Geländes und seiner Umgebung, zeigen die häufig wenig bekannten Strukturen des Verfolgungsapparates im Rahmen des SS-Imperiums sowie Biographien von Tätern und Widerstandskämpfern. Dabei widmen sie sich auch der Besatzungspolitik in Polen.

Christoph Kreutzmüller


Berlin – Topographie des Terrors – Internationales Dokumentations- und Begegnungszentrum in Berlin


Internationales Dokumentations- und Begegnungszentrum Topographie des Terrors Niederkirchnerstr. 8 10963 Berlin


Tel.: 030 254509-50


Fax 030 254509-55


http://www.topographie.de


E-Mail: info@topographie.de


Öffnungszeiten: Ausstellungsgraben: Frühjahr bis Herbst: täglich 10.00 bis zum Einbruch der Dunkelheit Daueraustellung im Haus: täglich 10.00-20.00


Eintritt und pädagogische Betreuung frei


Geboten wird u. a. Zugang zum Gedenkstättenforum, das über die wichtigsten Entwicklungen in der "Gedenkstättenlandschaft" informiert.

Entwurf und Realisierung: