Berlin-Plötzensee – Gedenkstätte


In einem Schuppen des Gefängnisses Plötzensee wurden zwischen 1933 und 1945 fast 3.000 Menschen hingerichtet. Viele von ihnen waren Mitglieder verschiedener Widerstandsgruppen, wie der Herbert-Baum-Gruppe, oder Offiziere, die an der Planung des missglückten Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944 beteiligt waren bzw. damit in Verbindung gebracht wurden (siehe Gedenkstätte Deutscher Widerstand). Aber auch Menschen, die wegen unterschiedlicher Verstöße gegen die nationalsozialistischen Bestimmungen (z.B. weil sie ausländische Radiosendungen gehört hatten) zum Tode verurteilt worden waren, wurden dort hingerichtet, darunter auch 253 Polen. Zu ihnen gehören Józef und Weronika Augustyniak, die einem entflohenen sowjetischen Kriegsgefangenen Unterschlupf gewährt hatten.

Christoph Kreutzmüller

Nach dem Krieg wurde der Hinrichtungsschuppen vom weiterhin bestehenden Gefängnis abgetrennt und 1952 als erste Berliner Gedenkstätte für Opfer des NS-Regimes eröffnet. In der kleinen, von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand betreuten Ausstellung wird die Geschichte des Ortes und das Schicksal verschiedener Opfer der Hinrichtungsstätte, u. a. der Augustyniaks, dargestellt. Die Ausstellung ist in Deutsch, doch gibt es sowohl englische als auch polnische Erläuterungen in kostenlosen Broschüren. Der Ort soll dem stillen Gedenken dienen, Führungen werden nicht angeboten.

Christoph Kreutzmüller


Berlin-Plötzensee – Gedenkstätte


Gedenkstätte Plötzensee Hüttigpfad 13627 Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf


http://www.gedenkstaette-ploetzensee.de


sekretariat@gdw-berlin.de


Geöffnet: im Winter Mo. – So.: 9.00 - 16.00 ; im Sommer: Mo. – So.: 9.00 – 17.00


Eintritt frei


Informationen: Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Verkehrsverbindung:
U-Bahnhof Turmstraße oder S-Bahnhof Beusselstraße 
dann Bus 123 bis "Gedenkstätte Plötzensee" (3 Minuten Fußweg)

Entwurf und Realisierung: