Berlin – Gedenkstätte Deutscher Widerstand


In dem weitläufigen Gebäude des Oberkommandos des Heeres planten hohe Offiziere der Wehrmacht unter der Leitung von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Hitler zu entmachten. Da jedoch am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler im Führer-Hauptquartier „Wolfsschanze“ im ostpreußischen Rastenburg (Kętrzyn) misslang, scheiterte auch der Staatsstreich. Vier Offiziere, darunter Stauffenberg, wurden noch in derselben Nacht im Hof des Bendler-Blocks (nach dem Architekten benannt) erschossen. Etwa 200 andere Beteiligte wurden in entwürdigenden Prozessen vor dem Volksgerichtshof angeklagt. Die meisten von ihnen wurden zum Tode verurteilt und in Plötzensee hingerichtet.

1953 wurde der Hof des Bendlerblocks zum Ehrenhof gestaltet. Eine Gedenkstätte zur Erinnerung an den 20. Juli wurde 1969 eröffnet. 1989 kam es zu einer umfangreichen Erweiterung.

Christoph Kreutzmüller

 

In der Ausstellung im zweiten Stock des Gebäudes, in dem sich auch das Arbeitszimmer von Stauffenbergs befand, wird nicht nur der militärische Widerstand gewürdigt, sondern an alle Personen und Gruppen in Deutschland erinnert, die sich dem nationalsozialistischen Regime widersetzten. Wechselausstellungen und Filmvorführungen ergänzen dieses Thema. Durch Führungen, besonders aber Seminare, wird der Einblick in die Motive und Handlungsspielräume von Menschen im Widerstand vertieft.

Christoph Kreutzmüller

 


Berlin – Gedenkstätte Deutscher Widerstand


Gedenkstätte Deutscher Widerstand Stauffenbergstr. 13/14 (Eingang über den Ehrenhof) 10785 Berlin


Tel.: +49 30 269 950 00


Fax: +49-30-26 99 50 10


http://www.gdw-berlin.de


sekretariat@gdw-berlin.de


Geöffnet: Mo. – Mi. und Frei.: 09.00 – 18.00; Do.: 09.00 – 20.00; Sa. – So. (und an Feiertagen): 10.00 – 18.00


Eintritt und pädagogische Betreuung frei


www.gdw-berlin.de bietet auch einen Link zur Ausstellung einer deutschen, französischen und polnischen Studentengruppe, in der u.a. der Kreisauer Kreis, aber auch die polnische Heimatarmee in allen drei Sprachen behandelt werden.

Anfahrt: Bus M29 (bis Haltestelle "Gedenkstätte Deutscher Widerstand")

Bus M48 (bis Haltestelle "Kulturforum", 5 Minuten Fußweg)

U-Bahnstation Kurfürstenstraße (10 Minuten Fußweg)

S- und U-Bahnstation Potsdamer Platz (10 Minuten Fußweg)


Links gibt es auch zur Gedenkstätte Plötzensee und zur Blindenwerkstatt Otto Weidt.

Entwurf und Realisierung: