Ahlem – Mahn- und Gedenkstätte


Auf dem Gelände der 1893 gegründeten, renommierten Israelitischen Erziehungsanstalt, in der jüdische Jugendliche landwirtschaftliche und handwerkliche Berufe erlernen konnten, richtete die Gestapo 1941/42 ein „Judenhaus“ und ein Deportationssammellager ein. Nach der Deportation der Juden aus Hannover und Umgebung brachte die Gestapo hier ein "Polizei-Ersatzgefängnis“ unter. Viele Gefangene waren Zwangsarbeiter, die für geringe Verfehlungen inhaftiert worden waren. Einige wurden zum Tode verurteilt. Zwar wurden die Todeskandidaten zur Hinrichtung meist ins KZ Neuengamme gebracht, doch auch in Ahlem wurden mindesten 400 Menschen ermordet.

Christoph Kreutzmüller

Seit dem Kriegsende wird das Gebäude als Schule benutzt. In den Kellerräumen wurde 2004 eine Gedenkstätte eröffnet, die die vielschichtige Geschichte des Ortes dokumentiert. Dargestellt werden Aspekte des jüdischen Gemeindelebens und der Israelitischen Erziehungsanstalt sowie ihre Bedeutung für den Aufbau des Staates Israel. Gleichzeitig wird die Funktion des Geländes als Deportationssammellager und Gestapo-Gefängnis veranschaulicht. Im Rahmen der Gedenkstättenarbeit werden themenbezogene Führungen und Projekttage angeboten.

Die Gedenkstätte Ahlem soll in den kommenden Jahren zur zentralen Erinnerungsstätte der Region Hannover ausgebaut werden. Der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs soll bis 2014 umgesetzt werden.

Christoph Kreutzmüller


Ahlem – Mahn- und Gedenkstätte


Heisterbergallee 8 30453 Hannover


Tel.: +49 511 61622245


+49 (0)511 616 232 29


http://www.gedenkstaette-ahlem.de/


gedenkstaette@region-hannover.de


Führungen für Gruppen und Einzelpersonen nach telefonischer Vereinbarung. Mo. Sa geschlossen Di/Mi 10 - 17 Uhr Do 10 - 19 Uhr Fr 10 - 14 Uhr So 11 - 17 Uhr


Eintritt frei. Führungen auf Anfrage.


  Anfahrt: Stadtbahnlinie 10 Richtung Ahlem, Haltestelle Ehrhartstraße, direkter Weg von der Haltestelle zur Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 8, 30453 Hannover

Entwurf und Realisierung: