Breslau – Arbeitslager – Ausländer-Auffanglager Clausewitzstraße


Das Lager befand sich auf dem Gebiet der heutigen Telekommunikationsschulen an der ul. Gen. Hauke-Bosaka. Es war eines der größten Lager dieser Art in Breslau. In der Stadt selbst waren verstreut ungefähr 50.000 Zwangsarbeiter beschäftigt, die Hälfte davon Polen. Mehr als 90 Prozent von ihnen wurden in 70 verschiedenen großen Arbeitslagern unter sehr schlechten Lebensbedingungen gefangen gehalten.

Das Lager Clausewitzstraße existierte bis Frühjahr 1945. Am schlimmsten war die Lage der Gefangenen während der Belagerung Breslaus. Zur Arbeit an den Befestigungen und zum Aufräumen gezwungen, waren sie nicht nur Gewalt und Hunger, sondern auch dem Beschuss während der Kämpfe ausgeliefert. Das Lager wurde im April 1945 bombardiert, was zu großen Verlusten unter den Insassen führte. Die Überlebenden wurden dann in das Lager in Soltysowice gebracht. 

Gegen Kriegsende wurden hier über 3.000 Menschen (nach manchen Quellen sogar 10.000) gefangen gehalten – Zwangsarbeiter aus Polen, Tschechien, der Ukraine, aus Ungarn, Frankreich und Jugoslawien.

Krzysztof Ruchniewicz

An die Schicksale der Lagerinsassen an der ul. Hauke-Bosaka erinnert eine 1970 eingelassene Gedenktafel.


Ein anderer den polnischen Zwangsarbeitern gewidmeter Gedenkort ist der 1990 enthüllte Obelisk am Plac Grunwaldzki (an der Szczytniska-Brücke), der an die Opfer beim Bau des Flugplatzes erinnert, der während der Verteidigung der Festung Breslau errichtet wurde.

Krzysztof Ruchniewicz


Breslau – Arbeitslager – Ausländer-Auffanglager Clausewitzstraße


ul. Hauke-Bosaka 1, Wrocław



Der Stadtplan von Wroclaw ist unter anderem auf der Internetseite: www.wroclaw.pl zu finden.


Bahnanfahrt – Reiseverbindungen auf http://rozklad-pkp.pl/?q=de/node/144

Entwurf und Realisierung: