Woldenberg – Offiziersgefangenenlager (Oflag II C) bei Dobiegniew


Das größte Gefangenenlager für polnische Offiziere wurde im Mai 1940 einen Kilometer westlich der Stadt Dobiegniew auf dem Gelände eines behelfsmäßigen Stalag eingerichtet. Das Lager bestand aus 25 gemauerten Baracken, die von polnischen Kriegsgefangenen gebaut wurden. „Die Gebäude waren in einen Ost- und einen Westteil unterteilt. Jeweils zwei Kompanien waren in einer Baracke untergebracht.

Anfang 1945 befanden sich etwa 6.000 Offiziere (meist niederen Ranges) und 600 Soldaten als Ordonanzen im Lager. Unter den Gefangenen waren viele Reservisten, die von Beruf Hochschullehrer oder Künstler waren. Durch sie wurde das Lager für sein kulturelles und wissenschaftliches Leben bekannt. Am 25. Januar 1945 begannen die Deutschen mit der Evakuierung, weil die Rote Armee vorrückte. Die Mehrzahl der Offiziere wurde in der Gegend von Barlinek (Berlinchen) von sowjetischen Truppen befreit, ebenso eine Gruppe Kranker, die im Lager zurückgelassen worden waren. Die Übrigen befanden sich in Lagern westlich der Elbe, wo sie von Truppen der westlichen Alliierten befreit wurden. 

Marek Deszczyński

1966 wurde auf dem Lagergelände eine Gedenktafel enthüllt, und in einer der ehemaligen Baracken gibt es einen Gedenkraum. In der Nähe liegt ein Friedhof mit den Gräbern der verstorbenen Kriegsgefangenen.

Marek Deszczyński


Woldenberg – Offiziersgefangenenlager (Oflag II C) bei Dobiegniew


Dobiegniew, ul. Gorzowska 11


Tel.: +48 95 7611095


http://www.muzeum.dobiegniew.pl


E-Mail:muzeum@dobiegniew.pl


Öffnungszeiten: Dienstag-Freitag 9.00-16.00, Samstag-Sonntag 10.00-14.00.


Anfahrt: Dobiegniew liegt an der Kreuzung der Landesstrassen 22 und 160. Bahnfahrpläne unter: rozklad-pkp.pl/?q=de/node/144

Entwurf und Realisierung: