Bernburg – Gedenkstätte


Die ehemalige Anhaltinische Nervenklinik in Bernburg war eine von sechs Tötungsanstalten für Menschen, die von NS-Ärzten als behindert eingestuft worden waren. In einer Gaskammer im Keller wurden zwischen November 1940 und August 1941 mehr als 9.000 Menschen ermordet. Ihre Leichen wurden oft seziert, um Präparate zu entnehmen, danach wurden sie verbrannt. Ihre Asche wurde in die Saale gestreut. Auch nach dem offiziellen Ende der Massentötung von Kranken bzw. Verhaltensauffälligen wurde in Bernburg weiter gemordet. Denn nun wurden hier im Rahmen der so genannten "Aktion T4 f13"  KZ-Insassen, die als arbeitsunfähig galten und jüdisch waren, getötet. Bis März 1943 wurden in Bernburg nochmals etwa 5.000 Menschen vergast.

Christoph Kreutzmüller

Die Gedenkstätte wurde 1982 eröffnet. Ihr wichtigster Teil ist die erhalten gebliebene Gaskammer. Die Ausstellung konzentriert sich auf einzelne Schicksale von Opfern der Mordaktionen. Neben Führungen finden Studientage statt, in denen aktuelle Bezüge hergestellt werden. So wird beispielsweise der NS-Krankenmord auch unter dem Blickwinkel heutiger Diskussionen um Sterbehilfe diskutiert.

Christoph Kreutzmüller


Bernburg – Gedenkstätte


Olga-Benario Straße 16/18 06406 Bernburg


Tel.: +49 3471 319816


Fax 03471-6409691


http://www.gedenkstaette-bernburg.de


E-Mail: info-bernburgqstgs.sachsen-anhalt.de


Geöffnet: Di. – Do.: 09.00 – 16.00; Fr.: 09.00 – 12.00; am 1. Sonntag im Monat: 11.00 – 16.00; nach Vereinbarung


Eintritt und pädagogische Betreuung frei.






Entwurf und Realisierung: