Berlin – Rosenstraße – Denkmal für den Frauenprotest in Berlin


In einem Gebäude in der Rosenstraße in Berlin-Mitte, wo sich die Sozialverwaltung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin befunden hatte, wurden am 28. Februar 1943 im Zusammenhang mit der „Fabrik-Aktion“ (Groß-Razzia auf jüdische Zwangsarbeiter) hunderte jüdische Partner aus „Mischehen“, meist Männer, und so genannte Mischlinge interniert. Es ist umstritten, ob die Nationalsozialisten tatsächlich die Absicht hatten, auch die in der Rosenstraße Internierten nach Auschwitz zu deportieren, aber ihre nichtjüdischen Partner mussten dies befürchten. Hunderte Frauen demonstrierten tagelang vor dem Gebäude und verlangten die Freilassung ihrer Männer. Die ersten wurden nach einigen Tagen entlassen, andere in den folgenden Wochen. Diese mutige Demonstration überwiegend von Frauen ist als „Protest in der Rosenstraße“ in das kollektive Gedächtnis eingegangen. 

Christoph Kreutzmüller

1995 wurde diesem „Frauenprotest“ ein Denkmal gesetzt, das sich in seiner Formensprache an entsprechende Gestaltungen der fünfziger und sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts anlehnt. Die Befreiung der Männer durch ihre Frauen wird plastisch darstellt. Informationen zu den historischen Vorgängen finden sich ganz in der Nähe auf zwei (gleichlautenden) Litfaßsäulen, die von der Gedenkstätte Topographie des Terrors gestaltet wurden.

Hinweis: Hinter dem Denkmal sind auf der Grünfläche Teile des Fundaments der ältesten Synagoge Berlins zu sehen. Über die Synagoge informiert eine im Jahr 2000 aufgestellte Gedenktafel.

Christoph Kreutzmüller


Berlin – Rosenstraße – Denkmal für den Frauenprotest in Berlin


Rosenstraße 2, in Berlin-Mitte


Die (sehr kurze) Rosenstrasse befindet sich unweit des S-Bahnhofes Hackescher Markt

Entwurf und Realisierung: