Berlin – Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin


Das Denkmal befindet sich südlich des Brandenburger Tores auf dem Gelände der ehemaligen Ministergärten, die sich hinter den Ministerien in der Wilhelmstraße erstreckten. Nach dem Bau der Mauer 1961 befand sich hier der so genannte Todesstreifen. Bereits vor dem Fall der Mauer 1989 hatte es eine Initiative gegeben, den ermordeten Juden Europas in Berlin ein zentrales Denkmal zu errichten. Durch die Wiedervereinigung wurde dieses Anliegen noch dringender. Es gab langwierige Diskussionen, ob ein solches Denkmal ausschließlich den Juden oder auch anderen Opfern der Nationalsozialisten zu widmen sei und wie ein solcher Erinnerungsort aussehen könnte. 1999 beschloss der Deutsche Bundestag schließlich, ein zentrales Denkmal zur Erinnerung an die ermordeten Juden zu errichten.

 Das zum 60. Jahrestag des Kriegsendes im Mai 2005 eingeweihte „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ folgt dem Entwurf des New Yorker Architekten Peter Eisenman. Es besteht aus rund 2.700 unterschiedlich hohen Betonstelen, zwischen denen die Besucher durchgehen können. Am südlichen Ende des Stelenfeldes befindet sich ein unterirdischer „Ort der Information“, in dem in einer großen Dauerausstellung die Geschichte des Holocaust u. a. am Beispiel von Einzel- und Familienschicksalen dargestellt wird.

Christoph Kreutzmüller

siehe: Geschichte


Berlin – Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin


Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas Georgenstraße 23 10117 Berlin


Tel.: +49 (0)30 - 26 39 43 - 0


http://www.stiftung-denkmal.de


info@stiftung-denkmal.de


Geöffnet: Ort der Information: April-Sept.: Di. - So. 10.00 - 20.00; Okt.-März: Di. - So. 10.00-19.00. Stelenfeld durchgehend geöffnet


Eintritt frei; Führungen zwischen 40,- und 60,- €


Entwurf und Realisierung: