Breslau – Friedhof der polnischen Soldaten an der Grabiszyńska-Straße


Dieser Friedhof entstand 1968-1979 auf einem Hügel an der ul. Grabiszyńska im Breslauer Stadtteil Oporów. Der Hügel war in den vorangegangenen Jahren aus Ruinen und Überresten der Verteidigung der Stadt 1945 und aus Grabsteinen von aufgelösten deutschen Friedhöfen aufgeschüttet worden. Auf dem Friedhof wurden die sterblichen Überreste polnischer Soldaten aus kleineren Begräbnisstätten bestattet, unter anderem aus dem nahe gelegenen kommunalen Friedhof an der ul. Grabiszyńska. Die Gräber sind in vier Abteilungen angeordnet. Auf jedem der 600 Grabsteine sind die zwei legendären Schwerter der Schlacht bei Tannenberg (poln. Grunwald) von 1410 abgebildet, bei der der Deutsche Orden von einem vereinigten polnisch-litauischen Heer geschlagen wurde. Trotz der Bezeichnung Soldatenfriedhof sind hier nicht nur Soldaten begraben. In den vier Abteilungen liegen voneinander getrennt Soldaten des Septembers 1939, die in den Lazaretten der Gefangenenlager Niederschlesiens starben, Soldaten der 2. Armee des polnischen Heeres, die 1945 gefallen sind, sowie Kämpfer des Warschauer Aufstands und Zwangsarbeiter. In der vierten Abteilung befinden sich Gräber von Häftlingen des Breslauer Außenlagers des KZ Groß-Rosen, die aus Massengräbern exhumiert und hier bestattet wurden.

Krzysztof Ruchniewicz

Auf der Spitze des Hügels steht ein monumentales Denkmal, entworfen von Łucja Skomorowska, das 1979 fertiggestellt wurde. Es besteht aus über 20 m großen Platten, die mit Schlachtenszenen aus den Jahren 1939 und 1945 versehen sind. 

Krzysztof Ruchniewicz


Breslau – Friedhof der polnischen Soldaten an der Grabiszyńska-Straße


ul. Grabiszyńska, Wrocław



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Entwurf und Realisierung: